Wasserkuppe
 
Flugplatz Wasserkuppe
30.07.2010 - 08.08.2010

Wettkampftagebuch von Sascha

Tag 1: Anfahrt

11 Uhr haben wir unseren Heimatflughafen verlassen und hatten eine erlebnisreiche Fahrt durch Gewitterwolken mit gefährlichem Starkregen, den wir aber gut überstanden haben.
Nach einem Serpentinentrip durch die Rhön, welcher unsere Autos(Opels) fast an die Belastungsgrenze brachte, haben wir kurz vor 17 Uhr unser Ziel doch noch erreicht und wurden sofort freundlich von Hans (hat eine eigene Winde) eingewiesen.
Dann noch schnell Zelt aufbauen, einkaufen, Bier auf und grill an.
Als Bier und Grill alle waren, ging es nach einem kurzen nächtlichen Spaziergang auf der Wasserkuppe ab ins Bett.
Bilder folgen heute Abend.

Tag 2: Heute war ein Tag der ersten Male

1. mal in den Wolken aufwachen
1. mal ,dass ein Tier ein Schuh klaut
1. mal Cirrus zu zweit aufrüsten
1. mal ASW15 zu zweit aufrüsten
1. Start auf der Wasserkuppe, auf Asphalt, bergab und mit Rückenwind
1. Schlepp über die Wolken (und es waren nur 600m)

Wir konnten heute den Anblick der Wasserkuppe von oben geniessen und sind nach einer mehr oder weniger langen Platzrunde wieder gut gelandet.

Der Besuch bei Schleicher war etwas einsam, da die Firma gerade Betriebsferien macht.
Nochmal schnell einkaufen gehen und Grillkohle vergessen , hat aber für heute noch gereicht.
Der Versuch die Konkurrenz mit den giftigen Gasen unseres Grills zu schwächen führte zu keinem Erfolg.
Anschließend lauschten wir noch dem großen Reiner Rose beim Eröffnungsbriefing, um nach dem duschen in Bett zu gehen.

Morgen deutet sich sehr gutes Wetter an, mal sehen was der morgige Tag bringt.

Tag 3:

Heute hat uns Reiner Rose persönlich ein Wetterfenster vorhergesagt, was entgegen jeder Erfahrung auch eintraf.
Aufgepeppt wurde die Wettervorhersage, durch scharfe Fotos von "Lady Gaga" und "Paris Hilton", damit konnte ein einschlafen der Wettkampfteilnehmer erfolgreich verhindert werden.
Kurz vor Zwölf begann der Start mit 5 Schleppmaschinen, die anschliessend quer zur Startbahn eingelandet sind, da heute mal mehr Seitenwind als Rückenwind war.
Als nach einer knappen Stunde die 38 Maschinen in der Luft waren, wurde auch bald das Startfenster frei gegeben und wir machten einen Abflug Smile.
Nach den ersten zwei Hammerbärten nahm das Verhängnis seinen lauf: Beim dritten Bart war Rosi auf einmal viel tiefer und kam auch beim Kurbel nicht richtig mit. Als er dann seine Klappen endlich mal eingefahren hatte Stieg sein PDA aus und er war auf mich als Blindenführer angewiesen.
Wir hatten bei der heutigen Ausgabe das Vergnügen den Thüringer Wald mehrfach aus der Nähe zu betrachten, aber letztendlich haben wir die 342 km doch geschafft.
Platzierungen stehen noch nicht fest, aber wir sind nicht die letzten.
Nach diesem anstrengendem Flug dachte ich, dass die Nudelsoße etwas mehr Salz vertragen könnte, hat sie auch, aber Rosi nicht, zum Glück haben wir genug Bier.

Von hier oben noch liebe Grüsse an Lutz und lasst euch das Schwein schmecken.

Tag 4:

Heute knallten die Sektkorken, zur feierlichen Neutralisation des Tages, wir haben zwar aufgebaut, aber um 14Uhr war doch klar, dass nicht geflogen wird.

Wir vertrieben uns die Zeit mit zwei Besuchen im deutschen Segelflugmuseum. Dort gab es viel zu sehen, vom hässlichen Phönix über den "ULF" (das Flugzeug mit dem vermutlich größten Nasenradius r=20) bis zur schönen "Circe".
Heuet Abend geht es noch zu einer Lesung vor dem Radom, dem höchsten Punkt der Wasserkuppe.

Tag 5:

Der Morgen begann nicht besonders trocken Smile Der Regen hat uns geweckt aber kurz darauf nachgelassen. Um 12 Uhr knallten wieder die Sektkorken und wir haben uns entschlossen mal ins nicht ganz so nahe gelegene Sinsheim zu fahren.
Dort gab es neben schönen Exponaten, wie einer geborgenen "Stuka", einer Me109, einem dreiachsigen Mercedes für den "Führer", Formel eins Rennwagen, einem gut erhaltenem silbernem Opel Astra Caravan(leicht außerhalb der Ausstellungfläche Wink ), Eisenbahnen, auch die Highlights : Die Concorde und ihr nicht ganz unähnliches Schwestermodell aus der UdSSR, die TU-144 zu sehen und zu begehen.
Mehr gibt es nicht zu berichten, außer dem Kommentar des Tages von einem kleinen Jungen zu seiner Mutter im Museum:
"Komm Mama, komm du Bengel"

Tag 6:

Also wenn das so weiter geht hält die ehe nicht lange, da wir zu sehr aufeinander hocken. Heute wurde wieder neutralisiert!
Wir hatten um 11 Uhr Startbereitschaft, aber die Hälfte hat nicht aufgebaut, da die Wolken immer noch tiefer als die Wasserkuppe waren. Nach der obligatorischen Neutralisation um 16 Uhr, machte ich einen kleinen Ausflug nach Fulda und Rosi war in der schönen Röhn skaten und so war der Tag doch noch ein Gewinn.
Aussichten für den Folgetag lassen auf eine frühere Neutralisation hoffen.
Schade, dass wir in nicht in Friedersdorf sind, ansonsten hatten wir ja endlich mal unsere 700-800km fliegen können.

Tag 7:

Von wegen Neutralisation.... Heute haben sie uns 3 Stunden am Grid warten lassen, bevor sie sich dann doch entschlossen einen Wertungstag zu erzwingen. Das Wetterfenster kam zwar, aber eine Stunde zu spät, fliegen sollten wir trotzdem.
Um 17 Uhr war die Abfluglinie frei und Rosi's Logger verabschiedete sich (Vielleicht der Akku, der letztens am Vario und Funk war??) und er landete ohne Wertung.

Dies stellte sich allerdings als sehr positiv für mich heraus, da ich abflog und kurz nach der ersten Wende außenlandete, na ja ich hatte wenigstens einen Helfer. Die verrückten Sportsoldaten sind natürlich rum gekommen, hätten sie aber selber nicht gedacht.
Letztendlich waren wir um 0 Uhr wieder auf der Wasserkuppe und haben dann noch vor dem anstehenden Regen den Cirrus in einer Nacht-ohne-Nebel-Aktion abgerüstet.

Tag 8:

Oh Wunder oh Wunder, es knallten mal wieder die Sektkorken zur Neutralisation des Tages.
Wenigstens schon um 12 Uhr.
Rosi war sich dessen recht Bewusst und ist schon gegen 11 Uhr Richtung Berlin aufgebrochen, fast nur um sein Acro zu holen.
Ich hingegen war mit Mareen (meiner Freundin) bei einer Werksführung bei Schleicher, die eigentlich Betriebsferien haben, aber extra für uns wurden die tore geöffnet. Der Rest des Tages war nicht mehr zu gebrauchen, Regen, Nebel(oder tiefe Wolken) einfach Mist.

Tag 9:

Heute habe ich meine Freundin wieder zum Bahnhof gebracht, damit Rosi auch ja nichts mitbekommt.
Um 13 Uhr haben wir dann doch neutralisiert und ich bin hier vor langer Weile fast umgekommen.
Gegen 19.30 Uhr ist Rosi dann auch wieder hier angekommen, zusammen mit seinem Acro. Wir haben noch schön gegrillt und freuen uns auf morgen den letzten Wettbewerbstag und hoffen, dass die Vorhersagen recht behalten und wir morgen ca. 300 km fliegen werden.
Morgen könnte der Bericht entweder sehr kurz ausfallen oder erst sehr Spät, möglicherweise auch erst am Sonntag erscheinen, da morgen nach dem Flug auch noch die Siegerehrung ansteht und danach noch der Kasten Bier entsorgt werden muss. Ist ja alles Ballast auf dem Rückweg.

Grüße nach Friedersdorf, besondere Grüße an Lutz.

Letzter Tag:

Heute sind wir 8 im Gegensatz zu Stölln wieder mal geflogen. Wir hatten eine AAT- Aufgabe, die wir unserer Meinung recht gut bewältigt haben, nur der letzte Schenkel war zu langsam. Eine Tageswertung haben wir noch nicht gesehen, aber Rosi ist 23er und ich bin 18er in der Gesamtwertung geworden.
Die Abschlussfeier war recht amüsant, aber nicht besonders lang. Wir haben uns bemüht etwas Aufheiterung hineinzubringen, aber die vielen Biere haben leider nur auf uns gewirkt, nicht auf die anderen. Letztendlich haben wir kapituliert und gehen jetzt schlafen um morgen die Flieger wieder gut nach Friedersdorf zu bringen.

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